KLIMASCHUTZ

Wichtigstes Anliegen

Eine europaweite Jugend-Umfrage (bei unter 15- bis 35-Jährigen) zeigt einen weitreichenden Vertrauensverlust der Jugend in das aktuelle Wirtschaftssystem sowie einen konkreten Hand-lungsauftrag an die Politik für mehr Klimaschutz.

(55%) der jungen Befragten die größte globale Herausforderung im Klimawandel, gefolgt von Umweltzerstörung (44%). Wiederum drei Viertel (75%) sind der Meinung, „dass wir unsere Konsumgewohnheiten nicht aufrechterhalten können, wenn wir gleichzeitig die Umwelt schützen wollen“. Sieben von zehn (70%) denken, dass die „Wirtschaft in Österreich zum Vorteil der Reichen und Mächtigen ausgerichtet ist“ und zwei Drittel (66%) sehen bei Wirtschaft und Industrie die größte Verantwortung, um die Klimakrise zu bewältigen.                                     
Umweltverschmutzung und Klimawandel werden nicht bekämpft. Die Menschenrechts-organisation Südwind sieht in den Umfrageergebnissen einen klaren Auftrag an die Politik für mehr Ambition beim Klimaschutz sowie für eine Wende hin zu einem sozial und ökolo-gisch gerechten Wirtschaftssystem, von dem Alle profitieren. „Die Klimakrise ist eine soziale Krise. Wir brauchen eine Politik im Sinne der Klimagerechtigkeit. Junge Menschen wissen, dass sie die Hauptbetroffenen der Klimakrise sein werden und erwarten sich von den poli-tischen Verantwortlichen konkrete Maßnahmen und Zukunftsperspektiven“, erklärt dazu Isabella Szukits, Sprecherin für Klimagerechtigkeit bei Südwind.
Laut Umfrage empfinden 73 Prozent von Österreichs Jugend es als „Zeichen falscher Priori-täten einer Regierung, wenn Klimawandel und Umweltverschmutzung nicht bekämpft wer-den“ und 70 Prozent halten es für „unverantwortlich und gefährlich“, wenn die Politik diese Themen nicht in Angriff nimmt. „Das reichste eine Prozent der Weltbevölkerung ist verant-wortlich für doppelt so viele Emissionen wie die ärmere Hälfte der Welt. Gleichzeitig sind ausgerechnet diejenigen, die kaum zur Klimakrise beigetragen haben, besonders stark von den Auswirkungen betroffen. Zusätzlich zu einer ambitionierten Klimapolitik braucht es dringend eine effektive Unterstützung für die Länder des Globalen Südens und internatio-nale Schutzmechanismen für Menschen, die aufgrund der Klimakrise ihre Lebensgrundlage und  ihr Zuhause verlieren“, sagt Südwind-Expertin Szukits.

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04_21. Vielleicht interessiert Sie auch: