HANGOVER

The Day After

Nein, in diesem Artikel geht es nicht um eine Filmkritik, One-Night-Stands oder gar Weltuntergangsstimmung. Obwohl – Letzteres schon ein bisschen, denn auf den Rausch folgt am Morgen danach oft der große Katerjammer. Wer auf Schmerzmittel verzichten möchte, kann auf eine Reihe natürlicher Hausmittel zurückgreifen.


Nur wer seinen Feind kennt, kann ihn auch wirksam bekämpfen. Was verursacht also einen Kater? Seine typischen Symptome – Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel – entstehen, wenn der Körper nach dem Alkoholkonsum versucht, das Zellgift Ethanol wieder abzubauen. Dabei entsteht Acetaldehyd – dieser ebenfalls toxische Stoff ist ein nahezu sicherer Garant für Kopf-schmerzen am nächsten Morgen. Im weiteren Abbau-Prozess wird Acetaldehyd zu Essig-säure umgewandelt, die Übelkeit auslösen kann. Sie wird nur über die Blase ausgeschieden.
Alkohol raubt dem Körper zudem Wasser, indem er die Ausschüttung des antidiuretischen Hormons (ADH) vermindert. ADH sorgt normalerweise dafür, dass Wasser im Körper gehalten wird. Der abnehmende Wassergehalt des Körpers und die daraus folgende Austrocknung verursachen Flüssigkeitsmangel im Gehirn – Kopfweh! – und führen zu einem Verlust von Mineralstoffen. Unser Körper schüttet daraufhin Hormone aus, die zur Umverteilung der Körperflüssigkeit in Richtung Gehirn führen sollen. Das kann Schwindelgefühle verursachen. Die Leberzellen benötigen viel Energie zum Abbau des Alkohols und holen sich diese durch den Verbrauch von Zucker, der wiederum im Gehirn fehlt und ebenfalls zu Kopfweh führen kann. Ein heftiger Rausch kann unser Immunsystem zudem vorübergehend – bis zu 24 Stunden – außer Gefecht setzen. Wir sind in dieser Zeit anfälliger für Krankheitserreger.
Wer all die genannten Beschwerden – nicht selten gepaart mit Müdigkeit, Konzentrations-störungen und Stimmungsschwanken, ebenfalls typische Symptome eines Katers – vorbeugen will, sollte den Alkoholkonsum mäßigen und seine Trinkgeschwindigkeit drosseln.


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04_20. Vielleicht interessiert Sie auch: