FOODTRENDS

Die neue Lust am Essen

Essen und Trinken, konkret Gastronomie, Lebensmittelhandel und -produktion, sind eine der durch die Corona-Krise am meisten betroffenen Branchen. Doch Not macht erfinderisch – Veränderungen, die längst überfällig waren, werden nun beschleunigt, andere eher gebremst. Erstaunliche Einblicke liefert dazu Hanni Rützlers „Foodreport 2021“.


Wenn es um Esskultur geht, kommt unweigerlich ein Name ins Spiel: Hanni Rützler. Seit 2003 erarbeitet die Ernährungswissenschaftlerin und Foodtrend-Forscherin in Kooperation mit dem Zukunftsinstitut die Esstrends von morgen und verblüfft immer wieder mit ihren treffsicheren Analysen und Trendprognosen. Ihr „Foodreport“, aktuell in der Ausgabe 2021, erspart Gourmets, Lebensmittelproduzenten und -händlern, Landwirten, Gastronomen und alle anderen, die sich für Ernährung begeistern können, den Blick in die Glaskugel. Rützlers Prognosen und Analysen sind inspirierend und erleuchtend, sie geben Orientierung und machen Mut Neues auszuprobieren und zu überraschen.

Essen in Coronazeiten.
Im Jahr der Corona-Pandemie scheint alles anders zu sein. Wir durften lange Zeit nicht auswärts essen gehen, Zustelldienste erlebten einen Boom, aber auch Kochexperimente – allen voran das Backen – zu Hause wurden gehypt. Für Lebens-mittelproduzenten und Gastronomie führte der Shutdown vor allem in eine prekäre finanzielle Lage. Dennoch könnte bei näherer Betrachtung nicht alles rund um das Thema Essen einem negativen Trend erliegen. Manche Menschen erzählen von einer neu entdeckten Lust an regionalen statt importierten Produkten, an selbst Zubereitetem statt Fertigkost, an Kochexperimenten statt ewig Gleichem.
Und was sagt Hanni Rützler dazu? Veränderungen können nun viel leichter in Angriff genommen werden als vor der Krise, innovative Food-Trends gewinnen schneller an Fahrt, vormals „weltfremde“ Produkt- und Gastroideen können nun leichter umgesetzt werden. „Unternehmen, ob in der Landwirtschaft, im Handel oder in der Gastronomie, die nun vom Effizienz- in den Kreativitätsmodus umschalten, ihren Möglichkeitssinn aktivieren und über bloße Produktinnovationen hinaus blicken, die alternative Formen der Produktion und Distribution entwickeln und neue Konzepte für die Gastlichkeit implementieren, werden in Zukunft auf der sicheren Seite stehen“, heißt es im „Foodreport 2021“.

Weiter geht es in der aktuellen Print-Ausgabe.

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04_20. Vielleicht interessiert Sie auch: