SCHRITT FÜR SCHRITT

Vom Burgenland zum Bioland

Nach der bereits erfolgreich vollzogenen Energie-Wende nimmt das Burgenland nun auch die Bio-Wende in Angriff. Ziel ist es, das Bundesland Schritt für Schritt zu einem Bio-Vorzeigeland in Europa zu machen.

Durch die Stärkung der biologischen Landwirtschaft, die Schaffung neuer Ertragschancen für heimische Bauern, mit gesundem Essen in Spitälern, Kindergärten und Schulen, mit mehr Qualitätsbewusstsein und regionaler Wertschöpfung, mit dem Schutz der Gesundheit durch die konsequente Pestizid-Reduktion soll das Burgenland Schritt für Schritt zum Bio-Vorzeigeland in Europa werden. Ein 12-Punkte-Programm wurde von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Landesrätin Astrid Eisenkopf Mitte Mai im Rahmen einer Pressekonferenz in Eisenstadt präsentiert.

Die fruchtbaren Böden schützen. Die Hintergründe sind vielfach, erläuterte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil: „Zum einen glaube ich schon, dass es wichtig und wesentlich ist, dass die Menschen wissen, wie wir uns ernähren und was unsere Nahrungsmittel beinhalten. Wesentlich und wichtig ist auch, dass Allgemeinheit und Politik an oberster Stelle dafür verantwortlich sind, dass wir  einerseits diese Transparenz aufzeigen und andererseits alle Maßnahmen wirklich umsetzen, damit sich die Bevölkerung auch gesund ernährt.”
Mit Bio sollen bereits die Kleinsten in Berührung kommen. Denn: „Wenn wir nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die Menschen mitnehmen wollen auf diesem Weg, dann ist es ganz wichtig, sehr früh anzusetzen“, so Doskozil. Daher sei es von großer Bedeutung, Kindern zu zeigen, woher unsere Lebensmittel kommen und, dass es Sinn mache, sich gesund zu ernähren. Daher werde es eine Vorgabe im Bereich der Kindergärten und Landesschulen geben, bis 2021 auf 50 Prozent und bis zum Jahr 2024 zu 100 Prozent auf biologische Ernährung umzustellen.
Eine weitere Maßnahme aus dem 12-Punkte-Programm werde sein, dass künftig keine konventionellen Tierzuchtbetriebe, also Tiermastbetriebe im Burgenland bewilligt werden. Betriebe, die derzeit im Bewilligungsverfahren seien, seien davon jedoch nicht berührt, betonte der Landeshauptmann.

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04_19. Vielleicht interessiert Sie auch: