ALLES FLIESST

Auf zum Wasser!

In ganz Österreich führen entdeckungsreiche Wanderungen zu romantischen Seen, flüsternden Flüssen und tosenden Wasserfällen.

Eines der wasserreichsten Länder in Europa ist Österreich. Rund 100.000 Kilometer lang ist das Netz der Fließgewässer. Zählt man stehende Gewässer zusammen, die größer als 250 m² sind, kommt man auf die beachtliche Zahl von über 25.000 Seen, Teichen und Lacken. Wer sich also auf zum Wasser macht, wird so manches Neue entdecken. Zum Beispiel den Schödersee im Salzburger Land, der manchmal verschwindet. In St. Johann in Tirol ist der Eifersbacher Wasserfall an heißen Sommertagen ein gern besuchter Ort. In Osttirol erstaunen die Umballfälle und der Schlatenkees, der größte Talgletscher Osttirols. Zum entschleunigten Seenwandern regen etwa in Kärnten die Slowtrails an. Zu mächtigen Steinen, an denen sich dereinst Druiden trafen, führt die Wanderung durch die Ysperklamm im südlichen Waldviertel.

Frisches, sauberes Wasser. Was für ein Reichtum, in dem Österreich seit jeher schwimmt! Wasser, zu 100% aus Quellen und Grundwasser, glasklar und rein. Gebirgsbäche, Flüsse, Seen, Wasserfälle, Moore – Wasser hat so viele unterschiedliche kostbare Erscheinungsformen, die die Natur geschaffen hat und auf die man in Österreich sorgfältig achtet.
Indigo, Jade, Lapislazuli, Opal, Saphir, etc. – es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Namen und Abstufungen für die Farben Grün und Blau. Aber selbst diese Fülle an fast poetischen Beschreibungen wird dem schillernden Lichtspiel der Natur nicht gerecht. Denn je nach Beschaffenheit von Pflanzen- und Tierwelt, Tiefe und Kalkkristallen im Wasser entsteht tiefes Blau, helles Grün bis strahlendes Türkis. Grund genug für sprudelnde Begeisterung bei  Wasserratten und Badenixen – denn knapp 88 % der heimischen Badeplätze werden mit „ausgezeichnet“ bewertet.

Seenwandern in Kärnten. Gemächlich schlendern und sich Zeit zum Schauen nehmen: Dazu laden in Kärnten die Slowtrails ein. Die Kurzwanderwege in Seenähe sind maximal 10 km lang und überwinden höchstens 300 Höhenmeter. Bis Ende 2020 soll es an den Kärntner Seen schon 17 solcher Wege geben.

Dieser Artikel erschien
04_19. Vielleicht interessiert Sie auch: