SOLAR-POWER

Strom aus der Sonne

„Mit der Umsetzung des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes werden wir von einer Randerschei-nung zu einem ernstzunehmenden Player in der Stromwirtschaft“, sagt PHOTOVOLTAIC AUSTRIA-Vorstand DI Herbert Paierl – und wünscht sich, dass diese Metamorphose „endlich bald losgeht“.


Das neue „Bundesgesetz über den Ausbau von Energie aus erneuerbaren Quellen“ oder kurz Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) soll, geht es nach dem Plan der Bundesregierung, einen wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens 2015 und des daraus abgeleiteten Ziels der EU leisten, den Bruttoendenergieverbrauch der EU bis 2030 zu einem Anteil von mindestens 32 Prozent durch erneuerbare Energie zu decken.
Für Österreich formuliert der vorliegende Gesetzestext allerdings eine wesentlich ambitio-niertere Zielsetzung: „Die Bundesregierung will bis ins Jahr 2030 die Stromproduktion     
bilanziell zu 100 Prozent aus heimischen Ressourcen aus erneuerbaren Energiequellen ab-decken“, erläutert DI Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes PHOTO-VOLTAIC AUSTRIA: „Derzeit sind es über das gesamte Jahr betrachtet nur etwa 70 bis 75 Prozent, der Rest wird importiert. Dabei handelt es sich, wie wir wissen, nicht nur um ‚Grün-strom‘, maximal um mit Zertifikaten begrünten Strom, zum Teil aus kalorischen Kraftwerken oder Atomkraftwerken.“
Um das angepeilte Ziel vor dem Hintergrund eines auch weiterhin wachsenden Stromver-brauchs zu erreichen, berechnen Experten einen zusätzlichen Strombedarf von 27 TWh (Terawattstunden) an Ökostrom. 40 Prozent davon sollen bis 2030 über neue Photovoltaik-Anlagen in das Stromnetz eingespeist werden.
Für die Branche bedeutet das, dass sie ihren derzeitigen Energieausstoß von etwa zwei TWh auf dann 13 TWh mehr als versechsfachen muss. In den vergangenen Jahren betrug die Stei-gerungsrate gerade einmal moderate 10 bis 15 Prozent, es darf also kräftig in die Hände gespuckt werden.  

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Dieser Artikel erschien
03_21. Vielleicht interessiert Sie auch: