GARTEN-GENUSS

Lasst uns Blüten essen!

Blüten heben allein durch ihre bunten, zarten Blütenblätter, ihren Duft und ihre Zartheit die Stimmung. Daher haben sie einen fixen Platz in unseren Gärten. Manche sollten sich eben diesen auch in unserer Küche erobern, denn essbare Blüten sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern können mehr.


Nicht nur Augen und Nase lassen sich betören, sondern auch der Gaumen und sogar unser Wohlbefinden freuen sich über Blüten auf dem Teller. Genutzt können sie auf verschieden-ste Weise werden: im Salat, auf dem Butterbrot, als essbare Dekoration oder als Dessert. Doch freilich eignet sich nicht jede Blüte für jeden Zweck. Im Frühling und Sommer ist natur-gemäß die beste Zeit, um erste Blütenexperimente zu starten. Sammeln Sie, wenn möglich, nur Blüten aus dem eigenen Garten oder jedenfalls aus zuverlässiger Quelle. Viele Wildblüten dürfen ohnehin gar nicht gesammelt werden. Außerdem können Sie dann sicher sein, dass keine Pflanzenschutzmittel verwendet wurden und keine Hundetoilette in der Nähe war …
Essbare Blüten werden am besten vormittags geerntet, bevor sich die ätherischen Öle ver-flüchtigen. Die Blüten sollten sich gerade erst geöffnet haben oder noch Knospen sein. Sie werden unter kaltem Wasser gespült, dann ordentlich trocken geschüttelt und abgetupft. Stiele, Stempel und Kelchblätter werden normalerweise entfernt, manchmal auch der Blütenansatz.
Dann kann es losgehen: im Salat, zu Fleisch, Gemüse, Fisch, zum Dessert, in Teig frittiert, als Basis für Sirup, in Eiswürfeln gefroren oder einfach pur auf dem Butterbrot – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auch getrocknet, als Auszug in Alkohol oder in Essig eingelegt können Blüten verarbeitet werden. Es gibt sie kandiert, in Marmelade, Sirup oder Gelee, gegart, roh und ganz frisch. Auch als Mischung mit Zucker oder Salz sind Blüten wirklich gut haltbar, als Teemischung sowieso.

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Dieser Artikel erschien
03_21. Vielleicht interessiert Sie auch: