ZUKUNFT: BIO

bio 2030

In neun Jahren sollen nach dem Willen der Europäischen Kommission 25 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen in der EU „bio“ sein. Von der heimischen Bio-Szene wird dieses Ziel als sehr ambitioniert eingestuft. In der gesamten Lebensmittel-Erzeugungskette wären dazu umfassende Maßnahmen dazu erforderlich.


Mehr Biodiversität, mehr Tierschutz, ein höheres Einkommen für Landwirte und nicht zuletzt qualitativ hochwertige Lebensmittel für die Konsumenten – die Biolandwirtschaft ist mit einer Reihe von Vorteilen für sämtliche Seiten verbunden. Angesichts dessen will auch die EU-Kommission der Ökologisierung der Landwirtschaft – aktuell werden über alle EU-Staaten gerechnet 8,5 Prozent der Fläche biologisch bewirtschaftet – in den Mitgliedstaaten im Rahmen des Green Deals in den nächsten Jahren einen deutlichen Schub versetzen. Ziel ist es, dass 2030 im EU-Schnitt nicht zwischen 15 und 18 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche, wie das beim gegenwärtigen Wachstum der Fall wäre, biologisch bewirtschaftet werden, sondern 25 Prozent.
„Die Landwirtschaft ist eine der Hauptursachen für den Verlust an Biodiversität, und der Verlust an Biodiversität stellt hier eine große Bedrohung dar. Wir müssen das Gleichgewicht in unserem Verhältnis zur Natur dringend wiederherstellen. Das gilt nicht allein für die Land-wirte, sondern für die gesamte Lebensmittelkette“, sagt der für den europäischen Grünen Deal zuständige Exekutiv-Vizepräsident Frans Timmermans.

Bio-Aktionsplan.
Um dieses Ziel zu erreichen, setzt die EU auf einen vor Kurzem präsentier-ten Bio-Aktionsplan mit 23 Maßnahmen in den Schwerpunktbereichen Förderung des Ver-brauchs, Ausbau der Produktion und weitere Stärkung der Nachhaltigkeit. „Der Aktionsplan für die ökologische/biologische Produktion beinhaltet Instrumente und Ideen, mit denen für ein ausgewogenes Wachstum des Sektors gesorgt werden kann. Diese Entwicklung wird durch die Gemeinsame Agrarpolitik, Forschung und Innovation sowie durch eine enge Zu-sammenarbeit mit den wichtigsten Akteuren auf europäischer, nationaler und lokaler Ebene unterstützt werden“, erklärt dazu Janusz Wojciechowski, EU-Kommissar für Landwirtschaft.



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03_21. Vielleicht interessiert Sie auch: