KLIMASCHUTZ

Zero Emission Factory

Als einer der Hauptverursacher von Treibhausgasemissionen spielt die Industrie bei der Erreichung der politischen Klimaschutzziele eine entscheidende Rolle. Gerade heimische Unternehmen sehen jedoch in der Herausforderung auch eine Chance und entwickeln ressourceneffiziente Techniken und Produktionsverfahren.


Die Grundstoffindustrie ist mit rund 80 Prozent aller Industrieemissionen der mit Abstand größte CO2-Emittent in Österreich. Die Produktion von Stahl, Zement oder Papier erfordert den Einsatz von ganz beträchtlichen Energiemengen. Gleichzeitig bilden diese Grund­stoffe das Ausgangsmaterial fast aller Gegenstände des täglichen Gebrauchs und sind in einer modernen „Industriegesellschaft“ unverzichtbar.
Ihrer ökologischen Verantwortung ist sich die Industrie durchaus bewusst und – wenn man ihrer Branchenvertretung glaubt – auch optimistisch, die europäischen Klimaziele erfüllen zu können.
„Auch wenn sich das eine oder andere politische Zwischen- oder Detailziel als nicht machbar erweisen wird, halten wir als Industriellenvereinigung die Erreichung des zentralen Ziels der Klimaneutralität in Europa bis zur Mitte des Jahrhunderts unter optimalen politischen Rahmenbedingungen für möglich“, sagt   DI Dieter Drexel, Energieexperte der Industriellenvereinigung: Dabei gehe es um eine „echte Klima-neutralität, nicht um deren bloße Papierform, die bedeuten würde, dass wir Produktion aus Europa verlagern und Produkte – und die zu deren Erzeugung notwendigen Emissionen – wieder importieren und uns freuen, dass wir CO2-neutral sind“.

43 Prozent minus. Mit dem Emissionshandel besteht in der EU seit 2005 ein verpflichtendes System, das europaweit dafür sorgen soll, dass Industrie und Energie-wirtschaft die politischen Ziele „auf Punkt und Komma einhalten“, so Drexel. Und dieses Ziel lautet: minus 43 Prozent CO2-Ausstoß bis 2030. Für keinen anderen Sektor der Volkswirtschaft, ob Verkehr, Haushalte oder Landwirtschaft, gäbe es ein ähnlich „zwingendes Regime“. Außerdem müssten diese im gleichen Zeitraum lediglich 30 Prozent der Emissionen einsparen.

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Dieser Artikel erschien
03_20. Vielleicht interessiert Sie auch: