SIE SIND WIEDER DA!

Wie wild ist Österreich?

Potenziell für Mensch und Tier gefährliche Wildtiere finden manchmal wieder zurück in ihre alte Heimat oder werden hier wieder angesiedelt: Wolf, Bär, Luchs oder Biber begeistern zwar Tierfreunde, spalten aber mitunter die Bevölkerung vor Ort.

Eine Begegnung Auge in Auge mit einem Braunbären, Wolf oder Luchs in freier Wildbahn hat gelinde gesagt Seltenheitswert. Die Ereignisse sind einzeln abzählbar. Das liegt zum einen daran, dass besagte Tiere äußerst scheu, nachtaktiv oder auch nur in menschenleeren Regionen anzutreffen sind; zum anderen handelt es sich nicht gerade um Hundertschaften, die sich auf heimischem Boden wohlfühlen.
Meist starten einzelne Sichtungen eine rege Diskussion, wie es etwa um Braunbären geschah, die aus Slowenien nach Österreich einwanderten oder Wölfe, die im Waldviertel von Tierkameras ertappt wurden. Auch der Luchs gehört zu den jüngeren Heimkehrern. Etwas länger her ist die Wiedereinbürgerungen des Bibers, Fischotter und Wildkatze breiteten sich von selbst wieder aus und der Waschbär wurde ebenfalls nicht absichtlich angesiedelt – das hat das schlaue Tier ganz von alleine geregelt.

Wer hat Angst vorm bösen Wolf?
Allein das Heulen der Wölfe jagt vielen Menschen schon einen Schauer über den Rücken. Wie sich das anfühlt, das kann während der Dämmerung in verschiedenen heimischen Zoos oder auch im NÖ Wolfsforschungszentrum in Ernstbrunn getestet werden. Auge in Auge mit einem Wolf ist durchaus ein Erlebnis der besonderen Art, das trotz der Ähnlichkeit und Verwandtschaft zu unserem liebsten Haustier auf einen Blick klarstellt, dass damit nicht zu spaßen ist. Wölfe sind Raub- und Rudeltiere und dass sie uns Menschen bei der Jagd haushoch überlegen sind, weiß jedes Kind.
Entsprechend groß war die Aufregung,  als vergangenes Jahr im Waldviertel ein ganzes Rudel gesichtet wurde, wenig später auch im Weinviertel und sogar am Bisamberg nahe Wien. Im Jahr 2016 gelang der Nachweis, dass sich im Raum Allentsteig im nördlichen Waldviertel eine Familie mit vier Jungen heimisch fühlt, nachdem es schon seit 2009 immer wieder Einzelsichtungen gegeben hatte. Im vergangenen Jahr schaffte es der Wolf dann in heimische Medien, nachdem ein Schaf in Mauerbach bei Wien gerissen wurde.

Dieser Artikel erschien
03_19. Vielleicht interessiert Sie auch: