GLEICH STAUBT ES!

Heute schon gemehlt?

Kaum jemand möchte ein gutes Brot, eine feine Torte oder süßes und pikantes Gebäck missen. Sie gehören zu unserem Speiseplan wie Gemüse oder Milchprodukte. Heute gibt es eine Vielzahl von Mehlsorten mit jeweils eigenen Aromen und Eigenschaften, die diese Lebensmittel so besonders machen. Ein Plädoyer für die Vielfalt der Mehle!

Erst kürzlich ging das Brotfestival Kruste & Krume höchst erfolgreich in Wien über die Bühne, Brotback-Workshops feiern reges Interesse, die erste Mehl-Greißlerei Österreichs freut sich über eine eingeschworene Fangemeinschaft, die stetig wächst, wir pilgern wieder zum Bäcker unseres Vertrauens und Produkte zum Brotbacken werden vermehrt nachgefragt. Mehl, seine Varianten und Einsatzmöglichkeiten finden vermehrt Interessenten und Wertschätzung.

Eine Geschichte so lange wie die Menschheit. Mehl gibt es schon viele Jahrtausende – so lange es eben Getreide gibt und das entstand durch viele Jahre Züchtungen von Wildgräsern, bis daraus wohlschmeckendere, mildere Getreidesorten wurden. In den Lössgebieten der arabischen Welt nahm wohl vor mehr als 10.000 Jahren der Siegeszug des Getreides und damit des Mehls seinen Lauf. Zunächst wurde Getreide eher in Breiform gegessen, später erfanden die alten Ägypter das Brot, das vorerst in Fladenform zur Verfügung stand. Unser flaumiges, schmackhaftes Brot mit der knusprigen Kruste ist in jahrhundertelanger Entwicklung entstanden und trifft heute den Geschmack der Masse.
Je nach Region wurden und werden unterschiedliche Sorten bevorzugt: Reis in Asien, Weizen und Gerste im Mittelmeerraum, Mais in Amerika, Roggen, Buchweizen und Dinkel in den kargen Regionen Europas, Hafer im Norden Europas, Sorghum und Hirse in Afrika. Nur die Eskimos, Nomadenvölker, Hirtenvölker und Äquatorialbewohner lebten getreidelos.   
Die Zeiten, als Mehl in Weizen- oder Roggenmehl unterschieden wurde und alle anderen Mehle ein Nischendasein führten, sind vorbei. Heute schätzen immer mehr Menschen die Vielfalt, die im Bereich der Mehle geboten wird.

Dieser Artikel erschien
03_19. Vielleicht interessiert Sie auch: