SERIE: NATÜRLICHER ALLESKÖNNER

Für uns soll’s rote Rosen regnen!

Wobei, sie müssen nicht zwingend rot sein, aber duften sollen sie. Rosen sind nicht nur die Königinnen der Blumen, das Symbol der Liebe und eine der wichtigsten Zierpflanzen, sondern auch starke Heilpflanzen mit erstaunlichen Fähigkeiten.

Rhodologie nennt sich die Wissenschaft von den Rosen, und dass es dafür ein eigenes Fachgebiet gibt, kommt nicht von ungefähr: Eine enorme Vielfalt an Arten, Farben und Formen – ob nun Wild- oder Kulturrosen – fordert selbst versierte Gärtner heraus. Rosen in voller Pracht wachsen zu lassen, braucht viel Erfahrung um Bodenqualität, Düngepräferenzen, Schnittformen, Winterschutz und Sortenspezifika. Seit mehr als 2.000 Jahren werden Rosen als Zierpflanzen kultiviert, ihre Kräfte als Heilpflanze sind noch viel länger bekannt. Nachweise der heilkräftigen Nutzung gehen auf die alten Perser, Chinesen und Ägypter mehr als 4.000 Jahre zurück, aber die ältesten Spuren von Rosen sind praktisch so alt wie die Menschheit selbst. In Mitteleuropa wussten Kelten und Germanen um das Gute in heimischen Wildrosenformen, wie man aus Funden von Hagebutten, den Früchten der Rose, weiß.

Blume mit Symbolkraft. Kulturrosen werden im Gegensatz zu Wildrosen züchterisch bearbeitet. Als Schnittblume werden sie mit viel Symbolkraft gerne geschenkt. Größter Produzent sind – wenig überraschend – die Niederlande mit 675 Millionen Rosen im Wert von rund 680 Millionen Euro pro Jahr, vor Italien, Kenia und Ecuador. Sie werden in Alte Rosen, Teehybriden oder Edelrosen, Beetrosen, Kletter- und Ramblerrosen, (Klein-) Strauch- und Wildrosen eingeteilt.
Wer selbst Rosen züchtet oder auch nur im Garten anpflanzt, kennt die Schwachstelle: ihre Empfindlichkeit für Schädlinge und Krankheiten. Sie ist einer der wichtigsten Gründe, warum ein prachtvoller Rosengarten als hohe Kunst im Gartenbau gilt. Andererseits gibt es längst eine Vielzahl an recht pflegeleichten Sorten, die ranken und klettern, den Boden bedecken, hübsche Insekten anziehen, Sichtschutz bieten, Schnittblumen liefern oder besonders schmackhafte Hagebutten als Frucht bieten.

Dieser Artikel erschien
03_19. Vielleicht interessiert Sie auch: