GRÜNE INNOVATIONEN

Mobilität neu denken

Die aktuellen Treibstoffpreise lassen einmal mehr den Ruf nach alternativen Mobilitätskonzepten laut werden. Bisher scheinen die Möglichkeiten nicht ausreichend attraktiv oder der Leidensdruck nicht hoch genug gewesen zu sein. Das innovative Team der „Cart Brothers“ kann mit Lösungen aufwarten.

Die Entwicklung und Herstellung von ökologisch verträglichen Produkten ist unsere Messlatte für zeitgemäße Gestaltung und Konstruktion“, sagt Christian Manser, Senior Designer und CEO des jungen Unternehmens. Das erste Produkt einer – so hoffen die drei engagierten Visionäre – längeren Reihe ist Wood-e, ein Elektromobil für den Einsatz auf Kurzstrecken. „Dieses Segment ist der häufigste automobile Anwendungsfall und wird von den am Markt aktiven Anbietern aber nur unzureichend bedient“, erklärt Manser, der sich über die aktuellen Debatten von Reichweiten und Umweltverträglichkeiten der E-Autohersteller verärgert zeigt. Denn, so ist sich der Industriedesigner sicher, es ist der private motorisierte Personenverkehr, der zu den größten Emittenten von Treibhausgasen zählt.         
Daher braucht es nicht mehr E-Automobilie, sondern eine grundlegende Änderung der Fahrzeuge sowie deren Art sie zu nutzen. „Die Herstellung, der Betrieb und auch die Entsorgung der Fahrzeuge muss erheblich energieeffizienter und umweltverträglicher werden“, ergänzt Marc Schuran, Senior Designer und Engineer der Cart Brothers.             
Wood-e ist daher der Versuch, ein maximal umweltverträgliches Automobil herzustellen und am Markt zu positionieren. Ausgangspunkt war eine konkrete Anfrage eines Ferienressorts, doch im Zuge der Arbeit wurde mehr daraus. Heute stehen die innovative Bauweise, die Gestaltung und die Elektrotechnik von Wood-e als sichtbares Zeichen für ein neues und nachhaltiges Mobilitätsverhalten und sollen ein Denkanstoß für weitere Entwicklungen sein.
Alle drei „Bros“ – Christian Manser, Marc Schuran und Reinhard Haiden – bringen dazu eine ideale Kombination aus Erfahrung, gestalterischem Know-how, Expertise in der Wissenschaftskommunikation, Fahrzeugtechnik sowie Prozess- und Projektmanagement ein. Eines ist sicher: Damit haben sie schon einen Vorsprung zu vielen anderen Start-ups.

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