FRÜHSTÜCK

Tagesstart mit Klimabonus

Rund ein Viertel aller Treibhausgas-Emissionen entstehen durch Ernährung. Eine entsprechend große Rolle spielt demnach auch, was wir zum Frühstück essen. Wir können mit einem CO2-Rucksack in den Tag starten, der sich gewaschen hat, oder schlicht klimafreundlich essen. Wir haben einige Tipps, wie das gehen kann.

Wie die Produkte landwirtschaftlich produziert wurden, ob sie in Bio-Qualität, klimafreundlich oder großindustriell entstanden sind, ist ebenso wichtig wie unser individuelles Konsumverhalten. Der positive Nebeneffekt: Wer an das Klima denkt und auf das Herkunftsland, die Lebens- und Anbauweise achtet, aber auch auf die Lager- und Verarbeitungsweise, tut nicht nur der Umwelt Gutes, sondern auch der eigenen Gesundheit. Eine Win-win-Strategie für ein einfach besseres Leben!

Bio geht vor. In der klimafreundlichen Küche dreht sich alles um die Faktoren „biologisch, regional, saisonal, Abfälle und Fleisch“, heißt es dazu bei DIE UMWELTBERATUNG. Ein klimafreundliches Frühstück wäre zum Beispiel ein Porridge aus österreichischen Bio-Haferflocken mit frischen, heimischen Bio-Erdbeeren und Walnüssen aus dem Garten. Das liefert jede Menge Antioxidantien, Mineralstoffe, B-Vitamine und gesunde Fette. Der Bio-Faktor ist dabei nicht unwesentlich, denn Bio-Landwirtschaft sorgt für deutlich weniger klimaschädliche Gase als konventionelle Landwirtschaft. Dazu kommt, dass gesunde, humusreiche Böden, die nicht gedüngt werden müssen, CO2 binden und weniger Trocken- und Nässeschäden aufweisen.

Regionales punktet. Regionale und   saisonale Zutaten sind deutlich einfacher zu bekommen, als man glaubt. In den Städten sorgen dafür die Märkte, aber auch Lieferanten, die jeweils erntefrisches Obst und Gemüse direkt vor die Haustüre liefern. Spargel, der zum Beispiel im März aus Südamerika geliefert wird, verursacht eine 170-mal höhere Belastung mit Treibhausgasen als der heimische Spargel. Wer also nur einen Monat warten kann, der spart jede Menge Umweltbelastungen. Auch der Blick auf die Herkunft der derzeit so beliebten Avocados macht sich bezahlt. Avocados aus Peru, Trauben aus Indien, Äpfel aus Chile oder Erdäpfel aus Ägypten müssen wirklich nicht sein.  

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