G‘SUNDER BODEN

Die Kraft der Erde

Die natürlichen Heilvorkommen Schlamm, Moor und Erde – wissenschaftlich als Peloide bezeichnet – haben in der Schul- und Alternativmedizin ihren fixen Platz. Äußerlich oder innerlich angewandt helfen sie gegen eine Reihe von Leiden und sollten daher in keiner Hausapotheke fehlen.


Schlamm, Moor und Löss sind durch geologische oder biologische Vorgänge entstandene Gemische, die in der medizinischen Praxis als Bäder, Packungen oder Umschläge angewen-det werden. Schon in der Antike wusste man um die heilenden Eigenschaften von Löss Bescheid und medizinische Vordenker wie Hippokrates, Hildegard von Bingen, Paracelsus oder Kneipp haben die therapeutische Kraft genutzt. Viele Jahre ist es um das Hausmittel ruhig geworden, bis im 20. Jahrhundert der deutsche Buchhändler Adolf Just als Wiederent-decker der Heilerde gilt. Er lebte überaus naturnah und beobachtete, dass kranke Tiere oft Erde fraßen, um ihre Verdauung in Ordnung zu bringen.

Vielfältige Wirkung.
Heilerde wird aus Löss gewonnen, der etwa 30 Meter tief in der Erde vorkommt und besonders reich an Mineralien wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Silizium, Kieselsäure oder Natrium sowie Spurenelementen wie Eisen, Chrom oder Kupfer ist. Je nach Inhaltsstoffen gibt es unterschiedliche Anwendungen. Für den medizinischen und kosmeti-schen Gebrauch wird der abgebaute Löss getrocknet, fein gemahlen und ohne weitere Zusätze verwendet. Heilerde in Wasser aufgelöst zum Trinken oder in Form von Kapseln zum Schlucken soll wie ein „Löschpapier“ Schadstoffe im Körper binden und daher besonders wirksam bei Magen-Darm-Problemen sein. Aufgelöst in Wasser oder Tee und im Rahmen einer Kur morgens auf nüchternen Magen getrunken, harmonisiert Heilerde die Darmflora, entsäuert, entgiftet, regt den Stoffwechsel an. Ein Löffel Heilerde kann auch ohne Flüssigkeit im Mund eingespeichelt werden, bis ein Brei entsteht.

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