NEUE SERIE: ZUKUNFT LANDWIRTSCHAFT

Landwirtschaft in technologischer Hand

Unsere Landwirtschaft erlebt derzeit einen intensiven Wandel: Zahlreiche Prozess-abläufe und Überwachungsmethoden stützen sich immer öfter auf datengestützte Technologien. Smart Farming liegt also im Trend.


Wo immer man in Österreich Landwirten – vor allem der jüngeren Generation – begegnet, fällt eines auf: Immer öfter wird das Leben auf dem Bauernhof nicht mehr nur dem Wohlwollen der Natur überlassen und auf harte, körperliche Arbeit gestützt,  sondern unsere Bauern überlassen immer mehr Aspekte nicht mehr dem Zufall – sie überwachen, optimieren, technologisieren und steuern. Mithilfe guter Ausbildungs-möglichkeiten werden moderne Techniken erlernt – und auch gerne genutzt.

Eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten „Digitale Technologien sind in Österreich bereits vielerorts sowohl im Ackerbau als auch in der Tierhaltung im Einsatz. Aller-dings werden Daten zur Präzisionslandwirtschaft bisher nicht statistisch erfasst“, weiß man im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, Sektion II, Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung. „Eine vorsichtige Abschätzung ergab, dass etwa fünf bis zehn Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe Farmmanage-mentsysteme im Ackerbau verwenden. Laut einer KeyQuest-Umfrage werden bereits 13 Prozent aller Ackerflächen mit GPS-gesteuerter Technologien bewirtschaftet.“ In die dazu erforderliche technische Ausstattung werde vor allem von Großbetrieben investiert, bzw. werde diese moderne Technik durch Nutzung von Maschinenring-dienstleistungen und Lohnunternehmen auch für kleinere Landwirtschaftsbetriebe verfügbar. In Gunstlagen und im Flottenbetrieb werde sich die GPS-Steuerung von Landmaschinen dank höherer Auslastung und kurzfristigeren Neuinvestitionen eher rechnen und rasch durchsetzen.
DI Martin Hirt von der Landwirtschaftskammer Österreich, Agrar- und Regionalpolitik, Bildung und Beratung, bestätigt, dass unterschiedliche Technologien je nach Betriebs-zweig und Ausrichtung des Betriebes Einzug finden: „Das reicht von Agrardrohnen, die anhand von vorab definierten Feldstückgrenzen Nützlinge auf bestimmte Kulturen ausbringen, über Tier-individuelle DI-Sensoren, die Aktivität und Gesundheit überwachen, bis hin zu datenbasierten Entscheidungshilfen wie etwa dem Pflan-zenschutz-Warndienst der Landwirtschaftskammern.“     

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01_19. Vielleicht interessiert Sie auch: